Hat der Islam einen Geburtsfehler
Hat der Islam einen Geburtsfehler? 

 

Am 02.05.2017 ist ein neues Buch des Islamkritikers Hamed Abdel-Samad mit dem Titel „Ist 
der Islam noch zu retten“ erschienen. Das Werk reiht sich in eine Reihe seiner 
islamkritischen Bücher wie: „Mohammed - eine Abrechnung“ oder „Der islamische 
Faschismus“. 

 

Der Autor zeichnet ein düsteres Bild des Islam: Er habe Hass zu einer Tugend gemacht, 
indem er im Koran gelobt werde und Krieg zum Gottesdienst erklärt werde. Hamed Abdel-
Samad meint, dass der Islam einen Geburtsfehler habe, weil er die Religion und den Staat 
vermische. Mohammed wäre nicht nur Prophet gewesen, wie Jesus, sondern auch 
Staatsoberhaupt, Richter, Armeeführer und Polizist. Daraus sei ein Konzept entstanden, in 
dem Alltag und Politik, Gesetzgebung und Gesellschaft zusammen betrachtet werden. In 
diesem Sinn sei es verständlich, dass in der Türkei eine Mehrheit für die Schaffung eines 
Präsidialsystems mit starker Betonung des Islam votiert hätten. Bedauerlicherweise hätte 
eine noch größere Mehrheit von türkischen Staatsbürgern im Westen für ein derartiges 
System gestimmt. 

 

Hamed Abdel-Samad meint: „Wenn über Reformen gesprochen wird, muss man diese 
Krankheit benennen und an der Behebung arbeiten.“ 

 

Einerseits müsste der Islam liberal und barmherzig gelehrt werden, um die rostigen Ketten 
der Tradition zu sprengen. 

 

Andererseits sollte der Staat den Islam nicht wie eine andere Religion behandeln; die 
islamischen Glaubensgemeinschaften seien eigentlich ethnisch-nationale Vereine. Daher 
müsste der Staat die Berechtigung zum Bau von Moscheen an Vereine vergeben, die einen 
aufgeklärten Islam vertreten. Der Staat müsste die Finanzierung kontrollieren und die Imame 
ausbilden, um zu gewährleisten, dass ein moderner Islam gelehrt wird. 

 

Ansätze derartiger Regelungen sind im österreichischen Islamgesetz enthalten; in 
Deutschland gibt es keine derartigen Gesetze; entsprechende Vorschriften müssen erlassen, 
nachgeschärft und vor allem umgesetzt werden, um Tendenzen, wie beim letzten 
Referendum in der Türkei, zu verhindern; derartige Tendenzen führen zu einer Ablehnung 
unserer liberalen Demokratie und führen zu einer Gefährdung unserer Gesellschaft. Mit 
Maßnahmen gegen solche Gefährdungen muss rechtzeitig begonnen werden, meint der 
ÖKB. 

 

Dr. Unterasinger Vz. Präs.

Graz, am 04.05.2017 
Hat der Islam einen Geburtsfehler? 

 



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