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Graz/Raach-Gösting





Chronik

Ein Ortsverband stellt sich vor

 

Raach an der Nordeinfahrt des Plabutschtunnels der A 9 im Stadtgebiet von Graz gelegen, von der Sonne und der Infrastruktur nicht besonders verwöhnt, ist der Mittelpunkt des Ortsverbandes Raach - Gösting. Rund 25% der Raacher Bevölkerung ist entweder ordentliches oder unterstützendes Mitglied des Ortsverbandes. Oberstes Ziel des 1951 gegründeten Ortsverbandes ist, die Gemeinschaft zu pflegen. Dies soll durch eigene gemeinschaftliche Aktivitäten, wie Damenwahlball, Muttertagsfahrt, Wanderung zur Ruine Gösting und Weihnachtsfeier erreicht werden. Weiters wird an zahlreichen Veranstaltungen benachbarter  Ortsverbände (Bälle und Sommerfeste), des Bezirksverbandes (Kulturfahrt, Preiskegeln ua) und des Landesverbandes teilgenommen. Darüber hinaus wird die Tradition hochgehalten und bei offiziellen Anlassen, wie Bezirkstreffen, Angelobung der Soldaten des Bundesheeres und Totengedenkfeiern eine starke Abordnung gestellt.

Die vorstehend angeführten Aktivitäten sind keinesfalls vollständig und sollen nur beispielhaft für das rege Vereinsleben eines relativ kleinen in Bezug auf die Einwohnerzahl von Raach  doch großen Verein hinweisen, der imstande ist, bei den verschiedensten Anlassen starke Abordnungen zu stellen.

 

Höhepunkte des Ortsverbandes

 

Die Proponenten Alois Bauer, Anton Pietrich und Josef Winkowitsch haben die erforderlichen Schritte zur Vereinsgründung  in der ersten Jahreshälfte 1951 gesetzt.  Mit dem Nichtuntersagungsbescheid der Sicherheitsdirektion für Steiermark vom 7.11.1951 wurde dem  "Unterstützungs-und Wohltätigkeitsverein Raach - Gösting"  die Aufnahme der Vereinstätigkeit  ermöglicht.

 

1.August 1951

Seit einiger Zeit bestanden Gedanken ein Kriegerdenkmal in Raach zu errichten. Am heutigen Tage kam es zu einer Aussprache zwischen dem Anreger dieses Gedankens, Herrn Alois Bauer, einerseits und den von ihm angeworbenen Kameraden andererseits. Es wurde beschlossen die Kapelle zu einem würdigen Denkmal umzugestalten. Mit Unterstützung des Grazer Architekten, Ing. Walter, wurde an den  Besitzer des Grundstückes, auf dem die Kapelle steht, Herrn Anton Sturm zwecks Abtretung herangetreten. Herr Sturm erklärte sich bereit, das Grundstück abzugeben. Durch Mitarbeit der Kriegsteilnehmer des 1. und 2. Weltkrieges wurde mit der Umgestaltung begonnen und diese am 18. August 1951 beendet. Besonderer Dank gebührt der Bevölkerung von Raach, die durch reichliche Geldspenden den Hauptanteil am Gelingen dieses Vorhabens getragen haben.

 

19.August 1951

Es erfolgte die feierliche Enthüllung des Denkmales unter dem Ehrenschutz des Gutsbesitzers Heinrich Attems. Die Bevölkerung von Raach, sowie die Kameradschaftsvereine von Graz I, Kalvarienberg, St. Veit, St. Peter, Kainbach, Judendorf, Gratkorn, Gratwein und St. Oswald nahmen daran teil. Den Abschluss der Feierlichkeit bildete ein Kameradschaftstreffen beim Gasthaus Moritsch.

 

16.September 1951

Die provisorische Vereinsleitung hatte zur Gründungsversammlung einberufen an der 46 Kriegsheimkehrer teilnahmen. Nach Abgabe des Tätigkeits .- und Kassaberichtes durch den provisorischen Ausschuss wurden einstimmig wurden Personen.

Franz FAHRNLEITNER Obmann   Anton PIETRICH Stellvertreter
Josef Kreinz Schriftführer   Josef WINKOWITSCH Stellvertreter
Josef JÄGER Kassier   Peter SCHERZ Stellvertreter
Alois BAUER Kassakontrolle   Alois FINK Stellvertreter
Franz REINBACHER Beisitzer   Anton Sturm Stellvertreter
Fritz HOLZMÜLLER Schußmeister   Josef Kurnik Stellvertreter

In den Ausschuß gewählt.

 

10.August 1952

Um 9 Uhr wurden beim Gasthaus Neubauer die auswärtigen Vereine empfangen und anschliessend geschlossen zum Kriegerdenkmal marschiert, während die Fahnenmutter, Gräfin Attems, sowie die Fahnenpatinen, Frau HARI, Frau MONSEE und Frau NOVAK mit dem Wagen vorausfuhren. Trotz des schlechten Wetters konnten an die 500 Personen gezählt werden. Herr Hochwürden Pfarrer Binder las die Feldmesse und nahm die Fahnenweihe vor. Bezirksobmann Ferner und Gutsbesitzer Attems hielten die Festrede. Nach der Defilierung wurden die Festgäste in den Gasthäusern Moritsch und Neubauer versorgt.

 

11. April 1953

In der Ausschusssitzung überbrachten die Kameraden Benjamin Steiger (Obmannstellvertreter), Johann Janisch (Schriftführerstellvertreter) und Pirker den Antrag der Loslösung der Göstinger Kameraden vom Ortsverband Raach - Gösting. Nach eingehenden Debatten blieb es bei dem Beschluß, daß sich Gösting selbständig macht, welcher offiziell bei der kurzfristig einberufenen Vollversammlung erneuert wurde.

 

29.August 1953

In der Ausschusssitzung wurden erste Gespräche über ein neues Denkmal geführt.

 

29.Jänner 1955

Das neue Denkmal wurde bei allen Ausschusssitzungen, die seit den ersten Gesprächen am 29. August 1953 abgehalten wurden, wiederholt behandelt. Kamerad Schubernigg wurde beauftragt beim Kanalbauamt das dort aufliegende, besser gesagt verlegte, Gesuch auszugraben und zu versuchen die Sache in Ordnung zu bringen.

 

12.Februar 1956

Nachdem alle Bemühungen für ein neues Denkmal bisher gescheitert sind, wurde in der heutigen Jahreshauptversammlung nach einer eingehenden Debatte beschlossen das Alte zu renovieren.

 

20.April 1956

Neuerliche Debatte wegen des Denkmales. In einer Abstimmung wurde Kamerad Gatschnigg beauftragt die Renovierung zu koordinieren, worauf dieser sich dagegen aussprach und auf höhere Kosten wegen der "Mitgenommenheit des Denkmales", diese öfter Renovierungen erforderlich machen würde, hinwies. Darüber hinaus meldete Kamerad Zach Bedenken ein, ob ein Denkmal ein weiteres Mal geweiht werden könne.

 

8.Juni 1956

Besprechung über die endgültige Festsetzung des Denkmalplatzes, nachdem sich Kamerad Anton Sturm bereit erklärt hat, den Grund dafür abzutreten.

 

19.Mai 1966.Juli

Nach Fertigstellung des Fundamentes für das Denkmal wird über die Fertigstellung und über die Planierungsarbeiten diskutiert.

 

5.August 1956

Denkmalenthüllung bei schlechtem Wetter und Anwesenheit von 500 Kameraden aus Graz und Graz - Umgebung und 3 Musikkapellen.

 

5.August 1961

Festsitzung anlässlich des 10 jährigen Bestandes des Ortsverbandes. Der Obmann begrüßte insbesonders den Vertreter des Landesverbandes Kamerad Anton Mlekus und Ehrenobmann Josef Reschabek. Kamerad Metall brachte einen Rückblick über die Aktivitäten und ersuchte die jüngere Generation das bisherige Werk fortzusetzen. Kamerad Amtsrat Mlekus sprach über die Entstehung  des Österreichischen Kameradschaftsbundes und die Leistungen der Soldaten für unsere Heimat.

 

24.März 1962

In der Ausschusssitzung wurde beschlossen erstmals eine Frau in den Ausschuß aufzunehmen damit diese die Interessen der Raacher Frauen vertreten kann. Für diese Funktion (Obfrau) wurde einstimmig Frau Christine Zach ernannt.

 

22.Februar 1969

Nachdem in den vergangenen Jahren unregelmäßig entweder Sommerfeste und / oder Bälle veranstaltet wurden, ist diesmal ein Weiberball abgehalten worden. Bei einem Weiberball dürfen vor Mitternacht nur Damen zum Tanz auffordern. Lehnt ein Aufgeforderter den Tanz ab, so hat er als Strafe der Dame ein Glas Sekt oder einen Likör zu spendieren  In den letzten Jahren wurde dem Zeitgeist entsprechend der Ball in "Damenwahlball" umbenannt. Diese Art der Ballveranstaltung hat einen derartigen Anklang gefunden, dass. bereits der 35. "Damenwahlball" veranstaltet wurde.

 

20.August 1976

Beschluß über eine Wanderung zur Ruine Gösting mit anschließenden gemütlichen Beisammensein in der Burgtaverne. Diese Wanderung wurde in der Folge alljährlich im Herbst durchgeführt.

 

31.Mai 1980

Vorgezogenes 30-jähriges Gründungsfest. Die Gastvereine wurden beim Gasthaus Raachwirt empfangen und nach dem Marsch über die Raachgasse, Swickerstrasse und Waldweg wurde beim Mahnmal die Feldmesse mit Ansprachen abgehalten. Anschließend wurde zurück marschiert und beim Raachwirt der Maiausklang gefeiert. An diesem Fest haben 18 Vereine teilgenommen.

 

29.Mai 1988

Nachdem die Schrift bei unserem Mahnmal zu erneuern und Namen nachgetragen werden mußten und eine neue Fahne fällig war, wurde am heutigen Tage eine Gedenktafelenthüllung mit Fahnenweihe verbunden mit einem Bezirkstreffen durchgeführt. Die Gastvereine wurden beim Gasthaus Raachwirt empfangen und nach dem Marsch über die Raachgasse, Swickerstrasse und Waldweg wurde beim Mahnmal nach der Feldmesse, die Gedenktafel enthüllt und die Fahne geweiht.

 

Bemerkenswerte Eintragungen im Protokoll

 

10.November 1951

Um 19 Uhr begann das Kameradschaftsfest beim Gasthaus Haibl  2 Musikanten sorgten für Stimmung und Kamerad Posch spielte zum Tanz auf. Herr Gutsbesitzer Attems stellte 50 Liter Wein kostenlos für den Verein bei. Das es allgemein gefallen hat, zeigt dass die letzten Gäste erst am nächsten Morgen nachhause gingen. Hiermit war das erste Fest nach der Gründung des Vereins ein voller Erfolg.

 

19.Dezember 1951

Bei der Kinderweihnachtsfeier im Gasthaus Moritsch wurde für 60 Kinder Würstl ausgegeben. Anschließend gab es einen Film der eineinhalb Stunden dauerte. Der Weihnachtsmann nahm dann die Bescherung vor, danach gab es noch Kakao und Kuchen. Man kann wohl behaupten, dass diese Feier sehr gut gelungen und es vor allem denen zu danken ist, die sich dafür eingesetzt haben.

 

KAMERADSCHAFTSHILFE

Am Sonntag den 20.6.1954 fand im Rahmen einer Hilfsaktion für den kranken Kam. Glockner, ein Arbeitseinsatz statt. Unserem Aufruf folgten ca.. 25 Personen, - Mitglieder - Frauen u. einige Jugendliche. Ein Kartoffelacker wurde gehäufelt, und ein anderer Kartoffelacker von Unkraut gesäubert, und  behauen (geheindelt). Mit fröhlichen Lachen ging die Arbeit flott von statten und war die Arbeit um die Mittagszeit bereits beendet. Unserem Kameraden Glockner war damit geholfen.

 

30.Jänner 1955

Jahreshauptversammlung  1955

......................................

Kamerad Alois Fink wird weiter die Beiträge einkassieren, soll sich aber durchsetzen, so dass es nicht wieder passiert, dass er 6 bis 10 mal zu einzelnen Mitgliedern laufen muß.

im Punkt "Allfälliges:

Kamerad Roman Haibl klagt über Mangel am Besuch, kameradschaftlicher Natur, in seinem Gasthaus.

Kamerad Anton Pietrich entgegnet, dass der Mangel eines geeigneten Raumes bei Haibl, der Grund dazu wäre, und klagt über den Raummangel im Allgemeinen in Raach, welcher dazu zwingt, Veranstaltungen in Nachbargebieten abzuhalten.

 

3.Dezember 1955

In der Ausschusssitzung

......................................

Zettelausträgerin Glockner Mitzerl, wird einstimmig beschlossen, eine Sondergratifikation zu gewähren (1 Paar Schuhe und Strümpfe S. 1) - ......

 

24.März 1962

Jahreshauptversammlung 1962

......................................

den Raacher Müttern wird zum ersten Mal eine Muttertagsehrung in Form einer Radiodurchsage zuteil .....

 

Juli 1966

ERREICHUNG

Von mir, Schriftführer Gruber, ist ein Gesuch an Vizebürgermeister Stöffler im Juli ergangen  um 8 Stück Ruhebänke für unsere älteren Raacher und Spaziergänger. Dem Gesuch ist innerhalb von 14 Tage stattgegeben, und die Bänke sofort geliefert.

 

OBMÄNNER DES ORTSVERBANDES

 

Franz FAHRNLEITNER 16: September 1951 bis 30.November 1952
Josef Kreinz 30.November 1952 bis 6. Jänner 1957
Josef RESCHABEK 6. Jänner 1957 bis 7. Februar 1960
Peter SCHERZ 7. Februar 1960 bis 19. Mai 1973
Franz MERTSCHNIG 19. Mai 1973 bis 28. März 1976
Johann HERZOG 28. März 1976 bis 20. Jänner 1979 *  
Alois LEOPOLD 20. Jänner 1979 bis 25. Jänner 2003
DI. Franz NEUBAUER 25. Jänner 2003    

* Bemerkt wird dass. Kam. Alois Leopold vom 10. April 1977 bis zur Generalversammlung am 20. Jänner 1979 geschäftsführender Obmann war.



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