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Feierliche Segnung der Landesgedächtniskapelle 2012 in Rankweil



Bei strahlendem Sonnenschein und unter großer Teilnahme von Abordnungen des Vorarlberger Landeskameradschaftsbundes und der ÖSK-Landesgeschäftsstelle Vorarlberg sowie der Bevölkerung erfolgte am  25. März 2012  die Segnung der aufwändig restaurierten und neugestalteten Landesgedächtniskapelle in der Basilika  auf dem Liebfrauenberg in Rankweil. Im Zuge der Neugestaltung leisteten der Vorarlberger Landeskameradschaftsbund und das ÖSK-Landesgeschäftsstelle Vorarlberg ideelle und finanzelle Beiträge im Gedenken an die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges.








 
Dankgeschenk von
 Präsident Obstlt Alwin Denz im
 Beisein von ÖSK-LGF
 Obst Prof. Erwin Fitz an
 Initiator Msgr. Dr. Walter Juen


Vorgeschichte

Im Jahre 1950 regte Dr. Hans Bitschnau, ÖSK-Landesbeirat, die Anlage eines Vorarlberger Gedenkbuches für die Kriegstoten des Ersten und Zweiten Weltkrieges bei Landeshauptmann Ulrich Ilg an. Landeshauptmann Ilg wies darauf hin, dass Pfarrer Rheinberger und Prof. Dr. Richard Benzer bereits an einem Buch über die kriegstoten Vorarlberger des Ersten Weltkrieges arbeiten. 

Bei der Wallfahrtskirche auf dem Liebfrauenberg, links vom Stiegenaufgang, wurde 1953 durch die Gemeinde Rankweil ein Kriegerdenkmal für die 242 im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen und vermissten Rankweiler errichtet. An der äußeren Kirchenmauer schuf der Vorarlberger Künstler Martin Häusle ein beeindruckendes Mosaik mit sterbenden Kriegern auf dem Schlachtfeld.

Auf Initiative von Bürgermeister und späterem Landeshauptmann Dr. Herbert Kessler sowie Dekan Anton Andergassen wurde die seit 1690 bestehende Kapelle im Fundament der Wallfahrtskirche 1957 in eine Gedächtniskapelle für alle gefallenen und vermissten Soldaten Vorarlbergs des Ersten und Zweiten  Weltkrieges umgestaltet. Der Altar der Landeskriegergedächtniskapelle wurde mit einer Pieta der Bezauer Künstlerin Zita Strobl ausgestattet. Die steinerne Totenleuchte beim Zugang zum Altarbereich aus dem Jahre 1406 warf ein gedämpftes Licht auf das eisenere Wandkreuz und die geschmiedete Inschrift an der Wand. Im hinteren Bereich der Gedächtniskapelle befanden sich ab Mitte der 80-iger Jahre die beiden Gefallenbücher der Vorarlberger aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg mit Geburtsort und -jahrgang sowie mit Sterbeort und -datum. Diese Bücher wurden im Auftrag des ÖSK-Landesgeschäftsstelle Vorarlberg unter Mitwirkung von DI Josef Märk von den Domenikanerinnen des Klosters Altenstadt angefertigt.

Neugestaltung


Über Initiative von Wallfahrtsseelsorger Monsignore Dr. Walter Juen erfolgte von 2011 bis 2012 die Neugestaltung der unterhalb der spätgotischen Kirche befindlichen Gedächtniskapelle, da dieser Kapellenraum nicht mehr dem gegenwärtigen Zeitgeist entsprach. Durch die Pläne des Bregenzer Architekturbüros Cukrowicz-Nachbaur sowie des amerikanischen Künstlers Matt Mullican wurde ein Gesamtkunstwerk geschaffen, durch welches das Gedächtnis an all jene Menschen wachgehalten wird, deren Menschenwürde unter Krieg und Gewalt gelitten haben und auch heute noch leiden. Neben dem Gedächtnis an die Gefallenen und Vermissten soll auch an die Hinterbliebenen, die Witwen und Waisen, gedacht werden. Die Erinnerung gilt dabei auch den Opfern der Euthanasie sowie der Gewalt in den Konzentrations- und Straflagern wie dem Seligen Provikar Dr. Carl Lampert aus Göfis.

Der neu gestaltete, schlichte Kapellenraum besticht durch die klare Architektur, die natürliche Felsformation, die freigelegten Fresken aus der Barockzeit, die sieben in den Boden eingelassenen Sternbilder, den Inhalt der Vitrine (Kopf aus Ton - Werk eines Patienten der "Valduna", Rosenkranz des Seligen Carl Lampert, die beiden Gefallenenbücher 1914 - 1918 und 1939 - 1945) sowie den im Sekundentakt zu Boden fallenen Wassertropfen. Diese Symbole versinnbildlichen nicht nur die vielfältigen Leiden und Verwundungen der Menschheitsgeschichte, sondern sind auch Zeichen der Hoffnung und des Trostes. Prägendes Element der architektonischen Neuinterpretation ist eine
6 m lange Lichtöffnung, durch die jeweils zur Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr und Herbst ein zarter Lichtstrahl in den abgedunkelten Kapellenraum geleitet wird. Dabei werden die symbolischen Gegenstände in der Vitrine der Gedächtniskapelle erleuchtet.

Die sieben Sternbilder

Sternbild 1 - Gott erschafft die Welt
Sternbild 2 - 07.04.30, wahrscheinlicher Sterbetag Jesu
Sternbild 3 - 10.08.1914, Sterbetag des 1. Vorarlberger Soldaten im Ersten
                     Weltkrieg (gestiftet ÖSK-Landesgeschäftsstelle Vbg.)
Sternbild 4 - 11.11.1918, Sterbetag des letzten Vorarlberger Soldaten im 
                     Ersten Weltkrieg  (gestiftet ÖSK-Landesgeschäftsstelle Vbg.)
Sternbild 5 - 03.09.1939, Sterbetag des 1. Vorarlberger Soldaten im Zweiten
                    Weltkrieg (gestiftet Vbg. Landeskameradschaftsbund)
Sternbild 6 - 09.05.1945, Sterbetag des letzten Vorarlberger Soldaten im 
                     Zweiten Weltkrieg (gestiftet Vbg. Landeskameradschaftsbund)
Sternbild 7 - 25.03.2012, Segnung der Landesgedächtniskapelle



 






















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